Coco Chanel und die römische Säulenordnung//Architektur als Inspiration

Architektur als Inspiration//FashionFutter

Morgens, wenn ich vorm Kleiderschrank stehe, muss ich unweigerlich das Intro einer beliebten Kindershow summen: „Bob, der Baumeister, können wir das schaffen? JA WIR SCHAFFEN DAS!“. Einerseits sind diese wenigen Worte eine gute Motivation, um sich den Aufgaben des Tages (aka Life) zu stellen, andererseits werde ich allein durch den Prozess des Ankleidens an die Tätigkeit unseres Häusebauers Bob erinnert. Wenn ich dann nach einer halben Ewigkeit endgültig vorm Spiegel stehe und mein Outfit abnicke, das ich in der (geistigen) Dunkelheit der frühen Morgenstunden mir gebaut habe, fühle ich mich wie ein Architekt, der sein vollendetes Bauwerk betrachtet.

Das Fundament ist das Kleidungsstück, das die Grundlage für den kompletten Look bildet. Das Stiftfest für mein Outfit feiere ich mit ordentlich Morgenchampagner=Kaffee, wenn der Rohbau steht, sprich: Alle Kleidungsstücke sind an ihrem Platz und langsam ist die Aussage meines modischen Konstrukts zu erkennen.

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„Fashion is architecture: It is a matter of proportions.“ Coco Chanel

Mode IST Architektur, nicht nur WIE, und genauso gehe ich auch ans Werk. Doch kein Bauwerk ist fertig ohne die kleinen Details, anhand derer man es einer Epoche oder Stil zuordnen kann. Was für die Römer ihre korinthischen, ionischen oder dorischen Säulen (danke Kunstunterricht der 7. Klasse, dafür hat es sich doch gelohnt) sind, sind für mich die Accessoires. Ein kurzer Auszug aus dem Wikipediaartikel über die römische Säulenordnung: „Die Säulenordnung umfasst neben Proportionierung, Bauform und Ornamentierung von klassischen Säulen auch deren Position zueinander und zum Rest des Gebäudes, wie auch die daraus folgende Anordnung des Gebälks und dessen Ausführung.“. Umformuliert: „Accessoires umfassen neben Proportionierung, Machart und Ornamentierung vom klassischen Zierrat auch deren Styling zueinander und zum Rest des Outfits, wie auch die daraus folgende Gesamterscheinung des Looks und dessen Ausführung.“.

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Erst ein richtiger Modearchitekt achtet auch auf die kleinen Details und schätzt ihren Betrag, den sie für sein Outfit-Bauwerk leisten können. Und damit zerschneide ich die rote Satin-Schleife zu meinem neuesten, vollendeten architektonisch-modischen Meisterwerk und starte den Tag mit einem neuen Outfit, das erst durch die richtigen Accessoires Sinn ergibt.

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Fotos by Jil. Hey that’s me!

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