Ikuzu! Meine Japanisch Skills und die DIOR Pre-Fall Kollektion

Dior PreFall

Eine düstere Arena, spärlich beleuchtet. Die Szenerie strahlt eine kalte Atmosphäre aus, von der Decke rieselt Schnee (oder ist es Ruß?) und es ertönt ein eintöniger, maschinenhafter Beat. Dann: eine schemenhafte Gestalt erscheint in der Arena. Zuerst ist nur die Silhouette erkennbar,ein langer, taillierter Mantel akzentuiert ihre Gestalt. Sie geht mit energischen, starken Schritten auf uns zu. Es wird heller, wir sehen: Eine Mangafigur, ein Warriorgirl, das seine Bahnen durch eine Sci-Fi-Welt zieht. Dieses Bild einer Frau zeichnet Raf Simons für die diesjährige DIOR Pre-Fall Show. Wie auch Karl Lagerfeld für Chanel, wählte der Designer dafür einen ganz besonderen Ort, der mit der Geschichte des Modehauses eng verknüpft ist: Tokyo. Die klassische, traditionelle japansiche Mode, die Christian Dior in seiner Jugend inspirierte, waren jedoch bei dieser Show kein Thema (wäre irgendwie auch zu einfach gewesen). Simons wählte sowohl die japanische Comicwelt als auch unsterbliche, ikonenhafte Entwürfe von Christian Dior, allen voran die „Bar Jacket“, als Gegenstand dieser Kollektion. Auf dem Catwalk waren mangaartige Plateauboots, Mäntel, die aus einem postapokalyptischen Film (Akopalypse Nauw!) entsprungen zu sein scheinen , regelrechte Mangaaugen (Make-Up der Models!) und Midi-Cocktailkleider, unter denen Glitzerrollis hervorblitzten, zu sehen, ebenso wie Glitzernorwegerpullis und überall die moderne Hightech-Version der Bar-Jacket. Bei dieser Show wurde deutlich: Raf Simons liebt es, Kontraste aufeinanderprallen zu lassen und zwischen der Modemetropole Paris und Tokyo liegen Welten.

„Tokyo ist eine Stadt, in der Mode auf der Straße entsteht.“ Simons spielt mit dieser Aussage klar auf den Streetstyletrend der letzten Jahre an und wendet sich mit dieser Pre-Fall-Kollektion an ein junges, asiatisches Publikum, das zunehmend an Bedeutung gewinnt in der Modewelt als potentielle Kunden. Es lohnt sich diese Entwicklung im Auge zu behalten.

p.s.: Dass diese Show bis ins letzte Details arrangiert und inszeniert wurde, macht die musikalische Untermalung deutlich: Die Models stampften auf ihren XXL-Plateauboots zu abgemischten Zitaten aus dem (DEEEM) Sci-Fi-Streifen der 80er „Blade Runner“, der ebenso von einer interessanten Zukunftsversion handelt. Der zweite Teil soll übrigens nächstes Jahr ins Kino kommen. Was soll dieser kleine Wink wohl bedeuten?

Bilder für die Collage// Style.com

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